Autobahngebühren: Vignetten- und Maut-Pflicht in Europa

In vielen europäischen Ländern müssen Gebühren für die Nutzung von Autobahnen entrichtet werden. Dies geschieht teilweise durch den Kauf von Vignetten, die gut sichtbar an der Frontscheibe angebracht werden müssen, oder aber durch Entrichten einer Maut-Gebühr, die fällig wird, sobald man auf die Autobahnen fährt.

Mautpflicht Mietwagen Europa

Vignetten müssen in folgenden Ländern erworben werden, wenn man dort die Autobahnen nutzen möchte: Bulgarien, Lettland, Moldawien, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Ungarn. Hier wird prinzipiell eine Gebühr für eine bestimmte Zeit bezahlt, in der die Vignette gültig ist und die Autobahnen genutzt werden dürfen - unabhängig von der Anzahl der tatsächlich auf gebührenpflichtigen Straßen zurückgelegten Kilometern.

Mautgebühren müssen in folgenden europäischen Ländern entrichtet werden: Frankreich, Italien, Kroatien, Norwegen, Portugal, Serbien und Spanien. Grundlage für die Berechnung der Kosten ist hier die Länge der zurückgelegten Strecke.

Die Maut – der Feind des Reisenden

Wenn Sie die Worte Abwechslungsreichtum und Vielfalt hören, denken Sie wahrscheinlich an zahlreiche spannende und schöne Dinge, doch leider bietet mit der Maut- und Vignettenpflicht auch ein eher unangenehmes Thema ein schier unendliches Spektrum an Variabilität. Je nach Land muss sich der Fahrer immer wieder neu anpassen, um keine Strafen und ähnliche Unannehmlichkeiten befürchten zu müssen. Das kann natürlich immer wieder zu Ärger führen, vor allem da man kaum je alle Bestimmungen auswendig im Kopf hat.

Aus diesem Anlass haben wir Ihnen hier einmal die wichtigsten Mautbestimmungen im näher gelegenen europäischen Ausland zusammengefasst, damit Sie auf Reisen sicher wissen, woran Sie sind. Besonders wichtig wird dies natürlich im Urlaub und auf anderen Reisen aller Art. Falls Sie mit einem Mietwagen der Autovermietung von Volkswagen Financial Services | Rent-a-Car unterwegs sind, müssen Sie sich aber keine Sorgen machen, denn alle Pkw teilen sich grundsätzlich dieselben Tarife. Maut zu verlangen wird in Deutschland derzeit diskutiert, laut Verkehrsminister Dobrindt soll eine Straßengebühr jedenfalls noch 2017 kommen – im europäischen Ausland ist eine Mautgebühr bereits üblich. Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Vielfalt der Mautlandschaft

Im Süden von Deutschland – sprich: in Österreich – gilt: Sobald Sie auch nur ein kleines Stückchen auf einer Autobahn unterwegs sind, müssen Sie im Besitz einer Vignette sein, die ordnungsgemäß an der Windschutzscheibe angebracht ist. Die Vignetten sind in der Regel an allen Tankstellen erhältlich, außerdem in den Städten bei den zahlreichen Tabakläden. Zum Verkauf stehen dabei für Pkw die 10-Tages-, die 2-Monats- und die Jahresvignette, die ab 2017 jeweils mit 8,90 Euro, 25,90 Euro beziehungsweise 86,40 Euro zu Buche schlagen. Die Motorradvignetten sind mit 5,10 Euro, 13,00 Euro und 34,40 Euro deutlich günstiger. Solange Sie einen dieser Aufkleber gut sichtbar auf der Windschutzscheibe tragen, dürfen Sie während der angegebenen Gültigkeitsdauer so viel Zeit auf den österreichischen Autobahnen verbringen, wie Sie wollen. Die Schadstoffklasse des betreffenden Pkw spielt bei der österreichischen Mautgebühr keine Rolle.

In der Schweiz verhält es sich grundsätzlich ähnlich, mit einigen kleinen Unterschieden. So müssen Sie sich auch hier eine Vignette zulegen, doch im Unterschied zu Österreich kann man in der Schweiz ausschließlich eine Jahresvignette erstehen. Diese kostet jedoch nur 38,50 Euro, sowohl für Pkw als auch für Motorräder. Anzubringen ist diese entweder an der Windschutzscheibe direkt beim Rückspiegel oder am linken Rand.

In Frankreich gilt ein gänzlich anderes System. Hier müssen Sie je nach gefahrener Strecke einen bestimmten Betrag direkt auf der Autobahn entrichten. Die Wagen werden dabei je nach Gewicht, Höhe und Achsenzahl unterschieden, nicht jedoch nach der Schadstoffklasse.

In Luxemburg ist nirgends Maut zu bezahlen, in Belgien auch nur im Liefkenshoek-, Westerschelde- und Kil-Tunnel. Für jede Fahrt sind hier 4,95 Euro, 5,00 Euro und 2,00 Euro an Maut zu entrichten. Diese Tunnel stellen Verbindungen in die Niederlande dar, wo natürlich dieselbe Maut bei Einfahrt aufzubringen ist. Sonst fährt man auch hier umsonst.

Angenehm in Hinsicht auf die Maut ist der Aufenthalt in Großbritannien, wo Sie lediglich auf einem Abschnitt der Autobahn M6 eine Straßengebühr zu entrichten haben, je nach Tageszeit und Fahrzeug zwischen £ 1,80 und £ 10,00. Davon abgesehen müssen Sie jedoch auch in London Maut zahlen, nämlich £ 11,50 pro Wochentag zwischen 7:00 Uhr und 18:00 Uhr. Ausgenommen sind Motorräder und besonders sparsame Fahrzeuge wie Hybridautos und Elektrowagen.

Weiter geht die Fahrt nach Dänemark, wo Sie nur auf zwei Brücken zur Kasse gebeten werden. Einerseits ist das die Storebaelt-Brücke zwischen Seeland und Fünen und andererseits die Öresund-Verbindung nach Schweden. Zu Buche schlagen diese für Pkw mit 34,00 Euro beziehungsweise 46,00 Euro pro einfache Fahrt. Motorräder zahlen 18,00 bzw. 26,00 Euro.

In Polen sind ebenfalls nur einzelne Streckenabschnitte gebührenpflichtig. Zu zahlen ist auch hier an den Mautstationen.

Der Kreis um Deutschland schließt sich mit Tschechien, wo wiederum ein Vignettensystem gültig ist. Hier fahren Motorräder grundsätzlich frei, Pkw müssen sich für zehn Tage (14,00 Euro), einen Monat (20,00 Euro) oder ein Jahr (60,00 Euro) eine Vignette sowohl für Autobahnen als auch Autostraßen leisten.

Aufgrund der großen Beliebtheit als Urlaubsland sei auch noch Italien genannt: Hier erhalten Sie bei Auffahrt auf die Autobahn ein Ticket, das Sie bei Abfahrt einem Beamten oder einem Automaten vorweisen müssen. Je nach gefahrener Strecke müssen Sie dann die jeweilige Gebühr bar oder per Karte bezahlen.

 

Stand: Januar 2017

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